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Lilypie 1st Birthday Ticker

 

 

Technische Daten


U1: 3250g, 51cm, 33,5cm KU

U2: 3000g, 51cm, 34 cm KU

U3: 3760g, 56cm, 35 cm KU

U4: 4970g, 62cm, 38,5cm KU 

Geburtsbericht:

Der errechnete Geburtstermin von „Mäuschen“ (so hieß Amelie schon während der ganzen Schwangerschaft) war der 2. Dezember 2007. Schon 5 Wochen davor erzählte mir meine Frauenärztin bei jeder Vorsorgeuntersuchung, dass sie gaaaanz bestimmt früher käme, da der Kopf schon soooo weit und tief im Becken liege. Ihr Wortlaut war ungefähr so:“ Rechnen Sie schon mal damit, dass es ganz schnell gehen kann. Wenn Sie über Termin gehen, dann fress ich einen Besen.“ Tja und was soll ich sagen, wir warteten und warteten und hätten nix dagegen gehabt, wenn Mäuschen sich schon früher auf den Weg gemacht hätte….Wehen hatte ich in den letzten Wochen und Tagen nur leichte- die ich selber gar nicht gespürt habe, sondern nur der Wehenschreiber geortet hatte. Der 2. Dezember nahte und nix tat sich. Ich habe wie bekloppt Zimtsterne gebacken und natürlich auch gefuttert…nix, der 2. Dezember (übrigens auch der 1. Advent) verstrich und nix….Am 3. Dezember rieten mir die Ärzte in der Uni-Klinik aufgrund des schon diagnostizierten Loch in der Herzscheidewand zu einer Einleitung und zwar schon am nächsten Tag. Aber das wollten wir nicht- wir wollten noch etwas warten- in der Hoffnung, dass es von alleine losgeht und handelten den Freitag 7. Dezember als potenziellen Einleitungstermin aus. Bis Donnerstag Abend tat sich nix…wir gingen gegen 23 Uhr ins Bett- mit dem Plan, 8 ½ später in der Uni-Klinik auf der Matte zu stehen und mit der Einleitung zu beginnen.
Um 23: 30 Uhr musste ich noch mal zur Toilette und dann nahmen die Dinge ihren Lauf….

Auf der Toilette merkte ich, dass ich Fruchtwasser verlor…na ja, zumindestens kam es mir komisch vor und ich hatte die Vermutung- sicher war ich mir nicht. Ich weckte meinen Mann und meinte :“ Ich glaube es geht los…“ Mein Mann schien gar nix zu checken und fragte nur: „ Biste Dir sicher?“ „ Nee, sicher bin ich mir nicht. Ich glaube ich verliere Fruchtwasser“ Da wir es beide ja nicht wussten, rief ich im Kreissaal in der Uni-Klinik an und beschrieb die Situation. Die Hebamme meinte daraufhin, sie könne keine Ferndiagnose stellen und wir sollten mal sicherheitshalber herkommen.
Nach einer kurzen Dusche sind wir dann losgefahren. Auf dem Weg zur Klinik war ich mir dann sehr sicher, dass ich Fruchtwasser verliere und die Hebamme zweifelte daran schon mal gar nicht…Im Kreissaal wurde ich an den Wehenschreiber gehängt, der dann auch schon einige Wehen aufschrieb. Der Muttermund war schon geöffnet (wie viel weiß ich leider nicht mehr) und mittlerweile merkte ich die Wehen schon ganz leicht. Aber die Hebamme blieb ganz locker und meinte:“ Ach das wird noch was dauern. Legen Sie sich noch mal hin und sammeln Sie Kraft“ Sie bot uns ein gemütliches Doppelbett an und mein Mann freute sich schon total und kuschelte sich sofort da rein. Ich, das Walroß, plumpste mich daneben und nach 5 Minuten war es schon vorbei mit der Gemütlichkeit. Ich konnte nicht mehr liegen- die Wehen wurden stärker und ich hatte das Gefühl, ich müsse rumlaufen und auch schon die Wehen veratmen. Kurze Zeit später musste ich mich dann zum ersten Mal übergeben….Die Hebamme schien das zu freuen und kommentierte dies so: “Das ist ein gutes Zeichen. Jetzt geht es richtig los“ Hä??? Das hatte ich bisher noch nie gehört…naja….die Wehen steigerten sich und nach ca. zwei Stunden war der Muttermund bei ca. 5 cm geöffnet. Die Hebamme bot mir eine PDA an- aber das wollte ich auf keinen Fall. Sie fragte mich ob, ich ein Bad nehmen wollte- aber danach war mir auch nicht. Viel lieber wollte ich noch mal an die frische Luft . Aber bis nach draußen schafften wir es nicht- ich schleppte mich von Türrahmen zu Türrahmen, von Schreibtisch zum Bett usw. Dann bekam ich eine Einleitung und dann gings in den eigentlichen Kreissal. Den kotze ich dann gleich auch noch mal voll. In meiner Vorstellung hätte ich eine Geburt auf dem Geburtshocker schön gefunden und ich habs auch kurz ausprobiert, aber irgendwie war es dann doch nicht das Richtige. Der Muttermund öffnete sich immer weiter, aber irgendwann meinte die Hebamme sie müsse eine Muttermundmassage machen (ich glaub bei 8 cm Öffnung) . Autsch- das tat weh….Danach hat sie auch noch einen Blasenkatheder gelegt, weil sie fand, dass meine Blase so voll war. Hmm…hatte ich auch nicht mehr gemerkt. Aber egal….in diesen Momenten war mir alles so egal…die Wehen waren zwar heftig, aber gut auszuhalten. Mein Mann wich nicht von meiner Seite und reichte mir nur noch auf Handzeichen Wasser..
Draussen wurde es irgendwann hell und plötzlich stand der Professor mit der kompletten Ärzteschar zur Visite vor mir und schüttelte mir die Hand. Ich dachte nur: „Komischer Film, der da abläuft…..“Kurze Zeit später hatte ich das Gefühl, ich müsse pressen. Die Hebamme meinte zwar, ich solle es noch unterdrücken, aber das ging nun wirklich nicht. Sie hat dann zwei Ärzte geholt, da der Kopf dann doch noch nicht so tief gerutscht war. Der eine Arzt hat sich dann bei den nächsten paar Presswehen auf meinen Bauch „geworfen“ und hat mit gepresst. Die andere Ärztin hat geschnitten. Und dann ging irgendwie alles ganz schnell: Schwuppdiwupp, eine Wehe und der Kopf war draußen- und bei der nächsten war sie komplett da: unsere AMELIE! Knatschblau, die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt und den Arm noch reingewurschtelt. Sie hat sofort geschrieen und mein Mann hat die Nabelschnur durchgeschnitten(daran kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern). Ich habe sie kurz auf die Brust gelegt bekommen- unbeschreiblich das Gefühl. So unwirklich- aber schön. Leider wurde sie dann sofort raus gebracht, da sie kinderärztlich untersucht werden musste. Zum Glück konnte mein Mann mitgehen und erd durfte eigentlich die ersten Minuten mit unserer Tochter erleben. Ich war ziemlich gerissen und auch geschnitten worden, so dass die Ärztin erstmal gut zu tun hatte, mich wieder zusammen zuflicken.
Nach einer endlos scheinenden Zeit kam die Hebamme mit Amelie und meinem Mann wieder und sie wurde erstmal gewogen, vermessen und angezogen:

Geburtszeit: 9:54 Uhr
Gewicht 3259 Gramm
Größe: 51 cm
Kopfumfang: 33, 5cm

Wir waren und sind es immer noch glücklich und dankbar , dass Amelie bei uns ist! Sie ist ein wunderbares Geschenk!

Die Geburt war kein Sparziergang, aber auszuhalten und ich bin total stolz, dass ich keine PDA oder andere Schmerzmittel nehmen musste.
Es war ein einzigartiges und überwältigendes postives Erlebnis, dass ich nie vergessen werden!!


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