Image Hosted by ImageShack.us

Lilypie 1st Birthday Ticker

 

Technische Daten:

U1: 3.540g, 52,5cm, 35,5cm KU

Geburtsbericht:

16.11.2007:

Ich habe um 7 Uhr Termin zur Einleitung, da unsere Maus keine Anstalten macht, rauszukommen und ich körperlich und nervlich am Ende bin. Wasser in den Beinen, ich kann kaum noch laufen, Rückenschmerzen, Sodbrennen... Irgendwann ist einfach genug, und zum Glück sah mein FA das genauso.

So stehen wir um 7 Uhr pünktlich vorm Kreissaal und es wird ein 1. CTG geschrieben (ich hab irgendwann nicht mehr mitgezählt, da wir alle paar Stunden runterdurften um ein weiteres zu schreiben) und das 1. Gel gelegt. Stand: äusserer Muttermund 2fingerbreit offen, innen noch komplett zu, Zervix vollständig erhalten, Köpfchen noch immer nicht fest im Becken. Also absolut geburtsunreif, und das bei ET+3. Das Gel soll den Muttermund reifer machen und dabei hoffentlich Wehen auslösen, na wir werden sehen...

Das 2. Gel soll gegen 11 Uhr gelegt werden, ggf. würde man nachmittags mit dem Wehentropf weitermachen.

Um 11 Uhr hatte sich noch nix verändert, keine Wehen, absolut nichts!

Nach dem 2. Gel sind wir aufs Zimmer gegangen, da ich ein 1.-Klasse-Zimmer (Einzelzimmer) hatte, durfte mein Mann ebenfalls auf einem Feldbett bei mir bleiben. (über die Kosten sprechen wir jetzt mal nicht *Lach*) Wir sind dann regelmässig wieder runter zum Kreissaal zum CTG schreiben und MuMu kontrollieren, ich hab, wie oben erwähnt, nicht mehr mitgezählt. Ich weiss nur, dass mein FA fast jedes Mal dabei war und immer ganz hoffnungsvoll gefragt hat: "und???" Meine Antwort war eigentlich immer: "Nichts, alles ruhig!"
Irgendwann am Nachmittag hab ich dann erste leichte Wehen gespürt, die in mir die leise Hoffnung weckten, dass es nun doch endlich vorangeht, und unsere Maus vielleicht noch am Abend da ist - Denkste...

Am Freitag abend waren wir bei ganzen 3 cm Öffnung, ich dachte nur, das gibt´s ja nicht! Wir haben dann auch nicht mehr weitergemacht mit einleiten, sondern beschlossen dass wir den Abend und die Nacht abwarten und dann Samstag morgen weitermachen. Wenn sich über Nacht was tut, fahren wir gleich mit dem Wehentropf fort, wenn nicht, gibt´s Samstag morgen nochmal eine Dosis Gel. Am liebsten wäre ich ja wieder nach Hause gefahren und hätte das WE abgewartet, aber mein FA fand das zu riskant, weil es ja theoretisch doch jeden Moment losgehen könnte und wir nicht gerade einen kurzen Anfahrtsweg haben. Zudem gab es an dem Abend Glatteis, also sind wir beide über Nacht dortgeblieben. Mein Mann ist noch schnell ins Einkaufszentrum gefahren, er hatte ja gar nichts mit, kein Schlafanzug, keine Zahnbürste... weil wir überhaupt nicht damit gerechnet hatten, dass es sich so hinzieht.

Dass ich in der Nacht nicht viel geschlafen habe, brauch ich wohl keinem zu erzählen. Erstens die Aufregung, zweitens die Hoffnung, dass es doch irgendwann losgeht und dann "lauert" man auf jedes Zeichen vom Körper, dass sich etwas tut. Irgendeine Wehe vielleicht, oder sogar ein "plopp" vom Platzen der Fruchtblase? Aber nix da, die Wehen haben sich über Nacht wieder in Luft aufgelöst!

Samstag, 17.11.2007:

Samstag morgen standen wir wieder um 6 Uhr auf der Matte vorm Kreissaal, ich noch total k.o. vom Schlafmangel, mein Mann auch nicht viel fitter. Der ernüchternde Befund bei der MuMu-Kontrolle: Immer noch 3 cm! Und solange ging mir das Rumgefummle "Da unten" ziemlich auf den Zeiger. Ich hatte einfach keinen Bock mehr, wollte nur noch, dass es endlich voran geht! Also nochmal Zähne zusammenbeissen und die 3. Dosis Gel rein.

Um 10 Uhr sollten wir wieder da sein, das Gel hatte diesmal gar nix gebracht, nicht eine einzige Wehe war auf dem CTG zu sehen. Also kam die Entscheidung: Fortfahren mit Wehentropf. Mein FA hat mir angeboten, eine PDA legen zu lassen wenn ich will, was ich auch sofort angenommen habe, da ich viel zu kaputt war. Wenn sich die Wehen wieder über den ganzen Tag ziehen ohne dass etwas passiert, hätte ich am Ende keine Energie mehr für die Geburt.
Ich hab aber darauf bestanden, dass die PDA vor dem Wehentropf gelegt wird, weil ich Angst hatte, dass die Wehen dann gleich so schnell aufeinander kommen, dass für die PDA keine Zeit mehr bleibt. War auch nicht verkehrt, wie ich nachher gemerkt hatte...

Keine Viertelstunde später war die Anästhesistin auch schon da und klärte mich über die PDA auf, stellte mir noch die paar Fragen über bestehende Allergien usw. Das Setzen der PDA war allerdings dann alles andere als angenehm - man spürt, dass die einem da im Rücken rumfummeln, aber man weiss nicht, was. Und wenn dann das Baby genau in dem Moment seinen Po in meine Rippen drückt wenn es heisst "jetzt nicht mehr bewegen" - klar, dass es nicht auf Anhieb klappt... Also 2. Versuch, diesmal sass die PDA dann auch. Blöderweise schlief mein rechtes Bein mit ein, ich spürte mein Bein zwar noch, aber ich hatte keine Kontrolle mehr darüber. Sehr ekliges Gefühl!

Der Wehentropf wurde gleich im Anschluss angeschlossen, und irgendwann, vielleicht nach einer Stunde, wartete ich immer noch darauf, dass sich etwas tut. Bis ich dann auf den Wehenschreiber geschaut und festgestellt habe, dass da längst Wehen waren, aber PDA-sei-Dank hab ich davon nix mitgekriegt ;-) Durch die PDA konnte ich auch nicht mehr aufstehen, und da ich gegen Mittag einen enormen Druck auf der Blase spürte (tja, scheinbar war doch nicht alles betäubt), wurde die Blase mit dem Katheder entleert - auch das hab ich gespürt... Wir waren inzwischen auch bei 5 cm Öffnung angekommen, Hoffnung machte sich breit, dass es vorangeht!

Um 14 Uhr dann erneute Kontrolle vom Muttermund (immer noch unangenehm, trotz PDA!), immer noch 5cm ;-( Dieses Kind war einfach hartnäckig und wollte sich nicht ins Becken senken. Die Hebamme hat dann mit meinem FA beschlossen, die Fruchtblase zu öffnen - ein kurzes "Knack" und ich spürte wie das Wasser lief. Ab dann ging es dann rasend schnell:
Gegen 14.15 Uhr (die Uhr hing hinter mir, ich geb keine Garantie auf die Minuten) spürte ich einen ersten Druck nach unten auf den Darm, da hat sie sich auf den Weg ins Becken gemacht - endlich! Um 14.30 Uhr etwa wurde der Druck grösser und die Hebamme hat meinen FA gerufen, welcher auch kurze Zeit später da war, allerdings hatte ich da schon die ersten beiden Presswehen hinter mir. Noch 2 oder 3 weitere Presswehen, und das Köpfchen war da! Eine weitere, und die Schulter kam nach - und zerriss mir dabei den Damm - und der Rest flutschte dann mit raus.

Leider kam mein Mann nicht mehr dazu, die Nabelschnur durchzutrennen, da die Plazenta sich bereits gelöst hatte und die Hebamme nicht mehr wusste, wo sie zuerst ransollte.

Da die PDA noch einige Stunden nachwirkte, wurde ich im Bett auf mein Zimmer gebracht (bei den anderen beiden durfte ich laufen), mir ging es eigentlich gut, aber mein Bein war halt immer noch nicht zu gebrauchen. So musste ich für jeden Gang zur Toilette die Hebamme rufen, ich hab nichtmal Enya alleine aus ihrem Bett heben können, weil ich nicht aus meinem Bett kam :-( In der Nacht war mein Bein dann wieder einsatzfähig.

Nach 3 mehr oder weniger schlaflosen Nächten sind wir gestern am späten Nachmittag nach Hause gekommen.

Enya kam mit einem Gewicht von 3.540 gramm, 52,5 cm und einem KU von 35,5 cm zur Welt.

Am 1. Tag hatte sie auf 3.400 gramm abgenommen, am 2. Tag dann auf 3.285 gramm und heute, am 3. Tag waren´s schon wieder 3.330 gramm!



Werbung