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Lilypie 1st Birthday Ticker

 

 

Technische Daten:

 

Geburtsbericht

Nach dem ich am 05.11.2007 ins KKH gegangen bin, haben die Ärzte dort versucht meine Zuckerwerte weiterhin zu optimieren - doch ohne Erfolg. Statt besser, wurden die Werte immer schlechter und die Kurven immer zackiger (z.B. nach dem Essen 180 und vor dem nächsten Essen 59), dementsprechend schlecht ging es mir.

Am Wochenende 10./11.11. ging es mir richtig schlecht, so daß mehrere Ärzte und Hebammen (endlich) dafür plädierten die Geburt einzuleiten.

Mein "Fall" wurde dann in der Morgenrunde am 12.11. besprochen und um 09.00 Uhr hat mir die Hebamme das erste Gel vor den Muttermund gelegt,nachdem der Befund lautet: alles schön weich und Muttermund 1 Finger durchlässig.

Ich bekam dann auch sofort Wehen und habe mir gedacht, daß das ja ziemlich angenehm ist, es war mehr so wie Menstruationsschmerzen, alles gut zu verarbeiten. Am Nachmittag hat eine Hebamme noch mal getastet und der Befund war - Muttermund zwei Finger, die man ohne Schmerzen für mich spreizen konnte, durchlässig. Aus diesem Grund entschied sich die Hebamme nicht noch einmal Gel vorzulegen. Tja, leider hörten die Wehen in der Nacht auf.

Am nächsten Morgen um 09.00 Uhr bekam ich die doppelte Menge Gel und dann ging es so richtig los. Um 11.00 Uhr zum CTG waren die Schmerzen schon super heftig und ohne Pausen, ich war schon ziemlich fertig und habe vor lauter Schmerzen nur noch geweint. Die Hebamme hat mir dann ein homoäpatisches Mittel gegeben, damit ich etwas entspannen kann - ohne Erfolg. Um 12.30 Uhr habe ich meinen Mann angerufen, da ich das Ganze nicht mehr alleine bewältigen konnte. Um 15.00 Uhr war mein Göttergatte dann endlich da, und wir mussten wieder zum CTG. Ich habe die ganze Zeit nur auf einem Pezzi-Ball gesessen und die Wehen veratmet. In den Pausen war mir mein Mann eine super Hilfe, er hat meinen Rücken massiert und mich immer wieder aufgebaut (einen dicken Schmatz für meinen Mann *grins*).

Nach dem CTG sollten wir noch etwas durch den Klinikpark laufen, was wir aber schnell abgebrochen haben, da die Wehen Schlag auf Schlag ohne Unterbrechung kamen. Wir also wieder in den Kreissaal und dann ging alles relativ schnell. Ich hatte eine ganz tolle Hebamme und eine Praktikantin, die mich beide immer wieder unterstützt haben und mich aufgebaut haben, wenn ich gedacht habe, es geht nicht mehr.

Um 17.00 Uhr war der Muttermund bei 5cm und nach einer Stunde war er voll eröffnet. Leider fielen die Herztöne von Alexander immer wieder ab oder aber diese waren viel zu hoch, so daß die Hebamme eine Ärztin (eine meiner liebsten Ärztinen im KKH) hinzu zog. Diese entschied sich dazu einen Tropfen Blut aus Alexanders Kopf abzunehmen, also wurde die Fruchtblase gesprengt und mir ein Wehenhemmer gegeben - so eine Wohltat, endlich eine Pause. Die Ärztin stellte dann fest, daß Alexanders Kopf nicht so richtig tief liegt, und sie somit nicht richtig an ihn dran kommt - also keine Blutentnahme, sondern eine Sonde für die Herztöne.

Dann wurde entschieden, daß wir noch 30 Minuten versuchen eine "normale" Geburt zu bekommen, ansonsten Kaiserschnitt.

Der Wehenhemmer wurde abgestellt und prompt ging es mit den Wehen Schlag auf Schlag weiter. Während dieser Zeit durfte ich nicht mehr aufstehen, sondern musste auf einem Gebärstuhl (wie beim FA, nur vorne mit einem Brett, so daß es ähnlich wie ein Bett ist) bleiben, was ich wirklich schrecklich fand.

Nach einer halben Stunde hat die Ärztin noch einmal untersucht, und der Kopf von unserem Gummibärchen war eher noch weiter hoch als runter gerutscht, so daß entschieden wurde - Kaiserschnitt.

Dann ging alles schnell, die Narkoseärztin kam, ich wurde auf alles mögliche aufmerksam gemacht....

Dann ab in die OP. Leider funktionierte zu diesem Zeitpunkt meine Kanüle nicht mehr, so daß ich keinen Wehenhemmer bekommen konnte. Am Übergang zum OP hat die Narkoseärztin dann entschieden - Vollnarkose, da ich ja keine Wehenpausen hatte, die man hätte nutzen können um eine PDA zu legen - mir war mittlerweile alles recht.

Ich war froh, daß ich nachdem man mir den Blasenkatheder gelegt hatte, noch eine letzte Wehe hatte und dann ins Land der Träume verschwand (*grins*).

Um 19.42 Uhr war Alexander Constantin dann da. Die Hebamme hat ihn dann sofort zu meinem Mann gebracht und die Beiden konnten kuscheln.

Wann ich zu mir gekommen bin und unser Gummibärchen zum ersten Mal gesehen habe, weiß ich gar nicht, aber mein Göttergatte hat gesagt, es ging relativ schnell. Direkt im Kreissaal konnte ich ihn schon einmal anlegen und wir durften ganz, ganz lange zusammen kuscheln, bis ich dann auf Station kam. Toll fand ich, daß die Hebamme und die Praktikantin ihren Dienst ausgeweitet haben und die ganze Zeit sich um uns gekümmert haben - die nächste Schicht hat die Beiden dann irgendwann rausgeschmissen.

Am nächsten Tag konnte ich dann bereits wieder aufstehen und am 17.11. sind wir nach Hause.

Matthias als großer Bruder freut sich natürlich riesig und ist mächtig stolz auf seinen kleinen Bruder.


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